Veronika Veit

Die Künstlerin Veronika Veit erhielt ihre Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste München.

Kontrolle/Kontrollverlust und Zeit sind zwei zentrale Themen im Werk Veronika Veits, die sich schon seit Beginn ihrer künstlerischen Arbeit mit unserem Irrglauben, die Dinge unter Kontrolle zu haben, beschäftigt. Begonnen hatte das bereits in ihrer ersten Ausstellung: „Dinge in der Kunst des 20 JH.“, (Abb. S. 47) im Haus der Kunst 2000, in der sie Schalthebel, Knöpfe und Hebel mit „Aufforderungscharakter“ installierte, die nur fiktiv etwas in Bewegung setzen konnte.

Sie wollte darauf aufmerksam machen, wie „wenig wir noch in der Lage sind zu durchschauen, was wir machen. Das fängt ganz einfach beim Strom und computergesteuerten Autos an und erstreckt sich bis zum Internet oder noch unkontrollierbarer, dem Darknet. Wenn wir eine Zeitreise machen würden, könnten wir auf keine der Errungenschaften der Zivilisation mehr zurückgreifen, da wir die Dinge inzwischen nur noch bedienen, aber nicht mehr beherrschen. Vielmehr werden wir durch das Piepsen, Klingen und Vibrieren unserer Geräte gesteuert.“

Von den Sachen und Alltagsobjekten lenkte Veronika Veit dann ihren kritischen Blick auf die Menschen selbst, wobei der Umschwung nach eigener Aussage auch durch ihre Filme kam. Davon ausgehend veränderten sich auch ihre Installationen, so dass zu ihrer künstlerischen Signatur heute ca. ein Meter und zwanzig hohe menschliche Figuren gehören. Catchy und hintergründig sind ihre Kurzfilme, in denen sie ihre Lieblingsmedien, Skulptur, Installation und Animationsfilm verbindet.

Veronika Veit hat weltweit zahlreiche Ausstellungen bestritten. Ihre Arbeiten sind in wichtigen Sammlungen vertreten, z.B. in der Sammlung Goetz, München. Sie hat mehrere Auszeichnungen erhalten.
Preise und Stipendien:

2019: Prinzregent-Luitpold-Stiftung München
2018: zwei:eins – Der Münchner Preis für Kunst
2017: Kunst im öffentlichen Raum Projekt der Stadt München
2016: Förderpreis für Bildende Kunst der Stadt München
2007: EHF-Stipendium für Bildende Kunst
2006: Bayerischer Staatsförderpreis für Bildende Kunst
2004: Arbeitsstipendium des Kunstfonds e.V., Bonn
2000: Projektstipendium der Stadt München
1998: DAAD Stipendium für Großbritannien

Ausstellungen (Auswahl):

2019: connected_on_nature, Digital art Space, München (E)
       The big sleep, 4. Biennale des KV im Haus der Kunst München
2018:  Kunst_Film_Tage, Kunstverein Rosenheim 2017
       Im Bunker, Multimediainstallation, Gasteig München (E)
       Trans-Forming, Galerie Straihammer und Seidenschwang, Wien
       mind the gap, Wurlitzer Pied a Terre Collection, Berlin
2016: No place like home, Sammlung Goetz, Haus der Kunst München
        Internationales Fünf Seen Filmfestival 2016, Starnberg
       The haunted house, Rathausgalerie München
2015:  Videoworks, Electropical Festival, Reunion, Frankreich
       The very moment, Maximiliansforum, München (E)
       Wartezeit, 13. RischArt_Projekt, Hauptbahnhof, München
2014:  You give me what you want yourself, Galerie Esther Donatz, München (E)
       Mächtigeingemacht, Bettina van Haaren, Veronika Veit, Kunstverein             Essenheim
2013:  No Place Like Home, 5th Fotofestival Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen (K)
       boys n´girls – immer wieder anders,Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
2012:  Wir dachten, es würde immer so bleiben, Kunstverein Konstanz  (E) (K)
       life in pieces, (mit M. Gilligan), Galerie Esther Donatz München, (K)
       Alice im Wunderland der Kunst, Hamburger Kunsthalle, (K)
       under the constant threat, Museum of Contemporary Art of Rio Grande do Sul, Brasilien
2011:  suspension, Galerie upstairs berlin, Berlin (E)
       Bang! Bang!, CCA, Palma de Mallorca
2010:  Mezzanin, Kunstverein/ Kunsthaus Potsdam (E)
       1910 Figur 2010, Georg Kolbe Museum, Berlin
       Mythos Kindheit, Kunstverein Ludwigshafen, (K)
2009:  am Anschlag, Galerie upstairs berlin, Berlin (E)
       Auf Augenhöhe, Stadtgalerie Saarbrücken/ (E) (K)
2008:  Auf Augenhöhe, St.-Johannes-Evangelist Kirche, Berlin/ Kunstverein Ludwigshafen/Kunstraum Hüll
       light, Galerie Nina Menocal, Mxiko City, Mexico (E)
2007: wake up call, Galerie upstairs berlin (E)
Triennale der Kleinplastik: Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung, Galeriya Murska Sobota, Slowenien (K)
2005: substitute, Galerie upstairs berlin (E) (K)
2004: true lies, museum franz gertsch, Burgdorf, Schweiz (K) und Kallmann Museum, Ismaning
2002:  Zipp, Kunstverein Kassel (K)
2001:  Triennale der Kleinplastik, Fellbach (K)
       Filz – zwischen Chaos und Ordnung, Museum Bellerive, Zürich (K)
2000:  Dinge in der Kunst des XX. Jahrhunderts,
 Haus der Kunst, München (K)

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