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Susanne Rottenbacher: Lux Serpentinata (Lichtskulpturen)

32.297,00 

2 Arbeiten, einzeln käuflich

Lichtskulpturen / Lichtinstallationen, für den Außenbereich

Produktionsjahr: 2020

Acrylglas, LED-Schlauch, Prismatische Folie, UV-Direktdruck

Unikate, kein AP

Analoges Zertifikat vorhanden

Lieferzeit: 14 Tage

Dieses Produkt ist derzeit ausverkauft und nicht verfügbar.

Aus dem kunsthistorischen Motiv der schlangenförmig gewundenen Figura Serpentinata heraus entwickelt Susanne Rottenbacher in ihrer neuen Werkgruppe virtuous komponierte Explosionen aus Neonlicht – die Lux Serpentinata.

Die Figura Serpentinata als künstlerisches Genre ist eine Blüte des Manierismus, zwischen Hochrenaissance und Frühbarock. Der Ausdruck stammt aus dem Lateinischen ‘serpens’ = ‘Schlange’, bzw. ‘serpentinus’ = ‘schlangenförmig’ und bezeichnet eine schlangenförmig gewundene, gemalte oder plastisch ausgeführte Figur. Dazu gehören Figurenvarianten wie Flugfiguren, Kriechfiguren, Korrosionsfiguren sowie die Figura cubica. Frühe Beispiele solcher Figuren finden sich unter anderem bei Leonardo da Vinci (Anna Selbdritt, 1510-1513) und Michelangelo (Libysche Sibylle, Sixtinische Kapelle, 1475 und 1483). Die Wirkung der Figura Serpentinata oszilliert nach Oskar Bätschmann zwischen überraschend, affektiert, phantastisch und experimentell.

Susanne Rottenbacher entwirft die Figura Serpentinata in ihren freistehenden Lichtskulpturen auf faszinierende Weise neu: ihre Lux Serpentinata ist eine Figura Serpentinata, die sich aus ihrer manieristischen Struktur befreit hat und einen ganz eigenen künstlerischen Freiraum erschafft und einnimmt. In der Figura Serpentinata ist das Streben nach dem Geistigen bereits angelegt, das im Barock zur vollen Blüte findet. Ebenso streben auch Susanne Rottenbachers Figuren empor – alles will nach oben getragen werden. Die Lichtskulpturen agieren in ihrer eigenen exzentrischen Entwurfszone; alles entfaltet sich immer wieder neu. So wie das künstlerische Medium der Neonlichtröhre, die stets über ihre physischen Grenzen hinweg strahlt, weisen auch ihre neuen Skulpturen über die schlangenförmige Grundstruktur ihrer Silhouette hinaus (i.e. Sturm und Drang, 2019, Haus am Waldsee). Entlang der zentralen gewundenen Neonröhre entfalten sich komplementäre Fluchtlinien in verschiedenstem Kolorit und nuancierten Intensitäten. Ein breites Spektrum an Formen, Möglichkeiten und Bewegungsräumen wird erkundet und durchgespielt. Ausschweifend, raumgreifend, aufbrausend und zugleich minimal und konzentriert konzipiert – in den Arbeiten der Lichtkünstlerin Susanne Rottenbacher ist die ganze Welt hell erleuchtet präsent.

Celina Basra

Weitere Infos auf susannerottenbacher.de

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Zusätzliche Informationen

Größe n. v.
Variante

„Lux Serpentinata, 01“ (variation 2), „Lux Serpentinata, 02“ (variation 1)

Susanne Rottenbacher PorträtSusanne Rottenbacher, Lichtkünstlerin (*1969, Göttingen, Deutschland) studierte Bühnenbild am Barnard College, Columbia University, New York, und absolvierte einen Master of Science mit Schwerpunkt Licht an der Bartlett School of Architecture and Planning, London, UK. Sie arbeitete als Bühnenbildnerin an der Deutschen Oper Berlin und als Lichtgestalterin für das Büro "Licht Kunst Licht"; in diesem Zusammenhang konzipierte sie unter anderem die Lichtplanung des Bundeskanzleramtes und der neuen Regierungsgebäude.

Seit 2004 arbeitet sie als freischaffende Lichtkünstlerin. Susanne Rottenbacher schafft raumgreifende Installationen aus skulpturalen Elementen, die sich am besten als helle Körper beschreiben lassen. Ihre Skulpturen zeichnen sich durch große Leichtigkeit und Transparenz aus und verändern sich im Dialog mit dem umgebenden Raum und den Tageszeiten.

Susanne Rottenbacher erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter das Artist in Residence Stipendium, Centre of Contemporary Art, CCA, Andratx Mallorca (2016), den 1. Preis, Art at the Building C.O.R. Düsseldorf (2013), den IIDA Award of Merit, IESNA für die Lichtplanung des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses, Bundestag, Berlin (2005), sowie das Josephine Paddock Stipendium der Columbia University New York (1991).

Zu ihren Ausstellungspräsentationen gehören:

2021: Gruppenausstellung: Museum Starnberger See, Starnberg, Deutschland
2019: solo: DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Deutschland
2019: "Museum of Now", Gruppenausstellung, präsentiert von der Berlin Art Society, Deutschland
2018: solo: Showcase-Ausstellung des Hauses am Waldsee im Bikini Berlin, "The Twist 01"
2018: Solo: "Disassembly", Box Freiraum, Berlin
2017: 57. Biennale di Venezia, UNPAINTED Gast der Body and Soul Performance Art (Collateral Event)
2017: "Signal, Lichtkunst aus der Sammlung Robert Simon", Kunstmuseum Celle
2016: "Der Unterschied zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang", Schloss Tüssling, Bayern
2016: "UNPAINTED lab 3.0.", MMA München
2016: "deLight", Galerie FeldbuschWiesner, Berlin
2015: solo:11m2 Projektfläche, Berlin
2014: solo: Galerie Teapot, Köln
2014: Art Dubai, Salsali Privatmuseum
2014: "Spotlights, Lichtkunst in Deutschland im 21. Jahrhundert", Kunstmuseum Celle 2013: Prager Festival für zeitgenössische Kunst, Galerie GASK

www.susannerottenbacher.de

Porträtfoto: @SINCLAIR CLAYMORE

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