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Ausstellung “Trust Boundary” mit Gretchen Andrew in Linz

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Gretchen Andrew, Trusting Boundaries, Ausstellungsansicht

Gretchen Andrew hat eine Ausstellung mit dem Titel Trust Boundary im Francisco Carolinum in Linz.

Die US-amerikanische Künstlerin Gretchen Andrew (*1988, Los Angeles) bezeichnet sich selbst als „Search Engine Artist“ und definiert sich damit als Vertreterin einer Kunstrichtung, die auf der Manipulation von Suchmaschinen basiert. Andrew nutzt ihre Erfahrungen als Informatikerin bei Google mit dem Ziel, Suchbegriffe zu aktuellen Themen künstlerisch zu verarbeiten. Ihre computergenerierte, feminin konnotierte Bildsprache widersetzt sich der männlichen Dominanz im Bereich der Programmierung sowie in Politik und Wirtschaft.

In ihrer aktuellen Werkserie assoziiert Andrew etwa zu Themen rund um die Europäische Union. Dafür hat sie Suchmaschinen manipuliert: Die Suche nach „Map of the EU“ zeigt nun auch Gretchen Andrews rosawolkige Bildcollage als Ergebnis – künstlerisch frei inklusive Großbritannien, als hätte es den Brexit nie gegeben.

Bildcollagen wie diese wirken auf den ersten Blick wie überladene, harmlose Bastelarbeiten, sind aber wirkmächtige Fehlinformationen in Bildform zur Veränderung der digitalen Realität. Denn Andrew ist es künstlerisch wichtig, ihre Anliegen visuell zu artikulieren und auf einer virtuellen Metaebene zu realisieren. Sie bewegt sich als Performancekünstlerin im Internet virtuos in der Grauzone der „Trust Boundaries“ (Vertrauensgrenzen).

Gretchen Andrew: Trust Boundary
12.10.2021 –  27.02.2022
FC – Francisco Carolinum
Museumstraße 14
4010 Linz

Website

Öffnungszeit: Di-So, Feiertage: 10-18 Uhr

Kuratorin: Inga Kleinknecht

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