fbpx

Susanne Rottenbacher: Licht im Griff

405,00  Incl. Tax

Auflage: Insgesamt 25

Höhe: 48 cm, Breite: 14 cm, Tiefe 15 cm

LED-Lichtschlauch, verschiedene Farben, Alu-Flachband, Fahrradgriff

Bitte wählen Sie Ihre Variante aus dem Pull-Down-Menü.

Lieferzeit: 10 Tage

Dieses Produkt ist derzeit ausverkauft und nicht verfügbar.

Die kleine Lichtskulptur Licht im Griff von Susanne Rottenbacher kostet nicht viel und passt in jede Privatsammlung. Ideal auch als Geschenk. Erhältlich in 4 verschiedenen Farben.

Das Multiple besteht aus einem Lichtschlauch, der mit einem Aluminiumflachband verschraubt ist und aus einem schwarzen Griffelement aus Kunststoff erwächst. Mit einem durch das Griffelement geführten Kabel und dazu gehörigem Netzteil wird der Lichtschlauch mit Strom versorgt. Den Griff verlässt er zunächst in einer Geraden, um sich dann in einer dynamisch ausladenden Bewegung serpentinenförmig in die Höhe zu steigern und erhobenen Hauptes seiner ihn begrenzenden Schnittstelle entgegen zu laufen. Er verbreitet dabei einheitlich farbiges Licht. Während das Lichtelement für dieses Multiple eigens hergestellt wird, handelt es sich bei dem Kunststoffgriff um einen vorgefertigten Gegenstand: Den Lenkergriff eines Zweirades. Das Aluminiumflachband ist fest mit dem Lichtschlauch verschraubt und begleitet ihn in seiner Aufwärtsbewegung und seinen Windungen. Die in regelmäßigen Abständen gesetzten Schrauben des Bandes lassen sich tief in das Material ein und vermitteln ein stark prothetisches Bild.

Die Skulptur Licht im Griff lässt sowohl an eine eigenwillig gestaltete Werkstattlampe denken als auch das Bild einer Fackel mit modern nachempfundener Flamme aufkommen. Als Kunstgegenstand kann es an eine Wand gehängt oder lapidar auf einem Regal oder einem Tisch abgelegt werden. Led-betrieben erhitzt sich dieses Objekt nicht in besonderem Masse und erlaubt ein einfaches bedenkloses handling. Der Gummigriff lädt explizit zum Zugriff ein. Legt man die Finger in die sich ihnen bietende Passform und greift zu, so sieht man sich mit einem eigenwilligen Gegenüber konfrontiert. Die Figur ist in ihrem Verlauf rückwärts gewandt, so wie sich die Flamme einer Fackel dem Windwiderstand beugen würde. So ist ihr das Vorangetragenwerden fest in die eigene Figur eingeschrieben. Streckt man den Arm aus und hält sie vor sich, findet man sie ausgerichtet eben so wie man ein Mikrophon halten würde. In der Ablage findet sie leicht in eine stabile Rückenstellung.

Die Liegende streckt sich über die Fläche, windet sich auf und erhebt sich. Unabhängig von seinem Präsentationsort jedoch behält Licht im Griff dank seinem Endstück stets den Bezug zur haltenden Hand. Als ein zu tragendes, dar zu reichendes Licht ausgewiesen, transportiert es immer das Bild einer solchermaßen vorstellbaren Geste, die sich stets als eine Zuwendung von Helligkeit versteht. Und so verwundert es wenig, dass sich das weitergereichte Licht, die von Hand zu Hand wandernde Fackel als allegorische Formel mit vielfältigen Inhalten füllen und verbinden lässt. Das zur Hand nehmen, die Figur in Betrachtung in der eigenen Hand zu drehen und zu bewegen bleibt als naheliegender Impuls stets unübersehbar präsent. Alles andere ist eine Frage des Verlängerungskabels.

Dies erinnert an die charakteristischen Handbewegungen von Rockstars vergangener Tage vor der Einführung des Funkmikrophons: Meterlange Kabelmassen, die eine freie Bewegung auf großer Bühne ermöglichen sollten, wollten elegant bewältigt werden. Innerhalb des Werkes von Susanne Rottenbachers nimmt das Multiple Bezug auf eine Reihe von Skulpturen, in denen Lichtröhren als große, raumgreifende Lichtfiguren auftreten. Deren beschwingte und stets tänzerisch anmutenden Verläufe werden hier in einem verkleinerten Format in eine Form gebracht, dessen Gestaltung an einen auf praktische Nutzung hin angelegten Gegenstand denken lässt. Das Bild der in ihrem Vorantragen prothetisch eingefrorenen Fackel steht dabei jedoch als sehr beredtes Bild ganz für sich.

Text: Rafael von Uslar

Zusätzliche Informationen

Gewicht 1,0 kg
Größe 14 × 15 × 48 cm
Farbe

rot, blau, pink, weiß

Es gibt noch keine Bewertungen.

Nur angemeldete Kunden, die dieses Produkt gekauft haben, dürfen eine Bewertung abgeben.

Susanne Rottenbacher PorträtSusanne Rottenbacher, Lichtkünstlerin (*1969, Göttingen, Deutschland) studierte Bühnenbild am Barnard College, Columbia University, New York, und absolvierte einen Master of Science mit Schwerpunkt Licht an der Bartlett School of Architecture and Planning, London, UK. Sie arbeitete als Bühnenbildnerin an der Deutschen Oper Berlin und als Lichtgestalterin für das Büro "Licht Kunst Licht"; in diesem Zusammenhang konzipierte sie unter anderem die Lichtplanung des Bundeskanzleramtes und der neuen Regierungsgebäude.

Seit 2004 arbeitet sie als freischaffende Lichtkünstlerin. Susanne Rottenbacher schafft raumgreifende Installationen aus skulpturalen Elementen, die sich am besten als helle Körper beschreiben lassen. Ihre Skulpturen zeichnen sich durch große Leichtigkeit und Transparenz aus und verändern sich im Dialog mit dem umgebenden Raum und den Tageszeiten.

Susanne Rottenbacher erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter das Artist in Residence Stipendium, Centre of Contemporary Art, CCA, Andratx Mallorca (2016), den 1. Preis, Art at the Building C.O.R. Düsseldorf (2013), den IIDA Award of Merit, IESNA für die Lichtplanung des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses, Bundestag, Berlin (2005), sowie das Josephine Paddock Stipendium der Columbia University New York (1991).

Zu ihren Ausstellungspräsentationen gehören:

2021: Gruppenausstellung: Museum Starnberger See, Starnberg, Deutschland
2019: solo: DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Deutschland
2019: "Museum of Now", Gruppenausstellung, präsentiert von der Berlin Art Society, Deutschland
2018: solo: Showcase-Ausstellung des Hauses am Waldsee im Bikini Berlin, "The Twist 01"
2018: Solo: "Disassembly", Box Freiraum, Berlin
2017: 57. Biennale di Venezia, UNPAINTED Gast der Body and Soul Performance Art (Collateral Event)
2017: "Signal, Lichtkunst aus der Sammlung Robert Simon", Kunstmuseum Celle
2016: "Der Unterschied zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang", Schloss Tüssling, Bayern
2016: "UNPAINTED lab 3.0.", MMA München
2016: "deLight", Galerie FeldbuschWiesner, Berlin
2015: solo:11m2 Projektfläche, Berlin
2014: solo: Galerie Teapot, Köln
2014: Art Dubai, Salsali Privatmuseum
2014: "Spotlights, Lichtkunst in Deutschland im 21. Jahrhundert", Kunstmuseum Celle 2013: Prager Festival für zeitgenössische Kunst, Galerie GASK

www.susannerottenbacher.de

Porträtfoto: @SINCLAIR CLAYMORE

Suche
%d Bloggern gefällt das: